Kernkompetenz, der im Oktober 2016 gegründeten Li.plus GmbH, ist die wirtschaftliche Verwertung eines im Rahmen universitärer Forschung entstandenen Batterie-Schnelltestverfahrens sowie des hiermit verbundenen Knowhows.

Darüber hinaus verfügt das Unternehmen über eine umfangreiche Basis an detaillierten Batteriediagnosedaten und jahrelange Erfahrung in der Durchführung von Batterietests. Diese Bausteine bilden die Grundlage für Beratungsdienstleistungen und Kunden-Unterstützung bei technischen Entwicklungsaufgaben auf dem Feld der Batteriespeicher. Zu den Referenzkunden der Li.plus GmbH zählen deutsche Automobil-OEMs, sowie Tier-1 und Tier-2 Zulieferer. Aufgrund der Innovationskraft des neuen Verfahrens, wurde das StartUp u.a. mit dem Innovationspreis der Technischen Universität München, sowie dem Science4Life Preis ausgezeichnet. Gefördert wird das junge Unternehmen durch EXIST Forschungstransfer des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie.

09.05.2017: Li.plus im Rahmen des Science4Life Technology Slams ausgezeichnet (mehr...)

14.03.2017: Li.plus gewinnt Konzeptphase des Science4Life Venture Cups + Energy Cup (mehr...)

24.01.2017: Li.plus ist auf dem Batterieforum Deutschland in Berlin vertreten

25.11.2016: Li.plus gewinnt die Ideenphase des Science4Life Wettbewerbs (mehr...)

01.09.2016: Li.plus wird durch EXIST Forschungstransfer gefördert (mehr...)

18.02.2016: Li.plus gewinnt Innovationspreis der Technischen Universität München (mehr...)

TECHNOLOGY

Li.plus hat eine Technologie entwickelt und zum Patent angemeldet, die es erstmals erlaubt auch große Batteriespeicher schnell, präzise und einfach zu testen. Kern des Verfahrens ist die Kombination eines neuartigen Belastungspulses mit innovativen Auswertealgorithmen. Somit können präzise Messergebnisse innerhalb weniger Millisekunden gewonnen und ausgewertet werden. Die gewonnenen Daten erlauben eine vollständige und analytische Parametrierung des Ersatzschaltbildes und damit Aussagen über den Qualitäts-, Alterungs- und Sicherheitszustand von Batterien. Damit werden alle Anforderungen an ein modernes Batterietestverfahren erfüllt.

SCHNELL

Sowohl die Durchführung der Messung als auch die Bestimmung des Batteriezustandes erfolgt in wenigen Sekunden.

PRÄZISE

Die Charakterisierung eines Batteriespeichers liefert analytische Ergebnisse und erlaubt je nach Anwendung die Bestimmung einzelner Parameter oder eine vollständige Charakterisierung des Ersatzschaltbildes.

EINFACH

Die Durchführung des Tests ist einfach und selbsterklärend. Der Test erfolgt automatisiert, und auch die Auswertung der Messergebnisse erfolgt automatisch und bedienerfreundlich. Der Detailgrad der Ergebnisse lässt sich an die jeweilge Anwendung anpassen.

Die gewonnenen Ergebnisse zeichnen sich durch ihre Eindeutigkeit, Vergleichbarkeit und Aussagekraft aus. Im Vergleich zu bestehenden Technologien lässt sich das Verfahren zudem äußerst nutzerfreundlich gestalten, wodurch beim Bediener kein Expertenwissen vorausgesetzt wird. Deutlich geringere Anforderungen in Hinblick auf Infrastruktur und benötigte Anschlussleistung reduzieren die initialen und laufenden Kosten. Dies eröffnet neue Potentiale entlang der gesamten Wertschöpfungskette hochwertiger und komplexer Batteriesysteme, so wie diese etwa in Elektrofahrzeugen, stationären Speichern oder Medizinprodukten zum Einsatz kommen.

APPLICATION

Der Einsatz des Verfahrens von Li.plus eröffnet den größten Kundennutzen dort, wo eine sehr hohe Anzahl an hochwertigen Batteriespeichern innerhalb kurzer Zeit verlässlich geprüft werden muss. Dies ist v.a. in den drei anvisierten Eintrittsmärkten der Fall:

End-of-Line-Testing

Das schnelle und präzise Verfahren reduziert die Kosten für End-of-Line-Tests um 80% und ermöglicht gleichzeitig eine deutliche Erhöhung der Produktqualität. Zusätzlicher Nutzen entsteht aus der präziseren Unterteilung der Produktion in Qualitätsklassen sowie einer kontinuierlichen Überwachung des Produktionsprozesses. Beides resultiert in einer deutlichen Senkung der Ausschussquote.

Service + Wartung

Der wirtschaftliche Wert eines Elektrofahrzeuges wird maßgeblich durch den Zustand seines Batteriespeichers bestimmt. Durch das neue Testverfahren können Batterietests schneller und günstiger durchgeführt werden und sind damit auch für bestehende Vertragswerkstätten durchführbar.

Second Life + Recycling

Die konsequente Wiederverwendung gebrauchter Fahrzeugbatterien in stationären Speichern stellt einen wichtigen Zukunftsmarkt dar. Hersteller solcher Speicher werden mit einer sehr hohen Zahl unbekannter Gebrauchtbatterien konfrontiert, die vor der Kombination zu neuen Batteriespeichern getestet, bewertet und kommissioniert werden müssen. Das effizientere Verfahren von Li.plus reduziert die Kosten hierfür und beseitigt momentan bestehende Kapazitätsengpässe.

In allen drei Segmenten sind zunächst reine B2B-Produkte geplant, die im industriellen Umfeld eingesetzt werden. Als erste Produktfamilie wird eine End-of-Line Prüflösung entwickelt, die sich in neue und bestehende Fertigungslinien integrieren und von Einzelzellen- über Batteriemodule bis hin zu Gesamtpacks skalieren lässt. Mittelfristig werden diese fest verbauten Geräte durch Standalone und Tabletop-Geräte zur mobilen Nutzung ergänzt. Auf lange Sicht ist die Integration des Verfahrens in Kundenanwendungen geplant. Li.plus entwickelt für alle Geräteklassen Hard- und Software und bietet Unterstützung bei Integration und Inbetriebnahme.

TEAM

Li.plus wurde von ehemaligen wissenschaftlichen Mitarbeitern des Lehrstuhls für Elektrische Energiespeichertechnik der Technischen Universität München ins Leben gerufen.

Alle Mitglieder des Gründerteams verfügen über langjährige Erfahrung in der Branche und sind Experten auf dem Feld der Charakterisierung von Batteriesystemen sowie Autoren zahlreicher Publikationen und Patente. Für die Hardware-Konstruktion und die Koordination der Fertigung zeigt sich ein Maschinenbautechniker verantwortlich, die organisatorischen Aufgaben und die wirtschaftliche Leitung übernimmt ein Betriebswirt.

Dr.-Ing. Martin Brand hat Elektrotechnik studiert. Am Lehrstuhl für elektrische Energiespeichertechnik gründete und leitete er das Team Batteriesystemtechnik. Im Rahmen seiner Dissertation beschäftigte er sich intensiv mit der Vermessung, Modellierung und Sicherheit großer Batteriesysteme. MB verantwortet die Auswertealgorithmen und agiert im Vertrieb als technischer Ansprechpartner.

Dr.-Ing. Christian Huber hat Maschinenwesen und parallel dazu BWL studiert. Praxiserfahrung sammelte er durch die erfolgreiche Gründung zweier Unternehmen und im Business Development der Osram AG. Im Rahmen seiner Dissertation leitete er ein Teilprojekt zur Entwicklung eines stationären Batteriespeichers. CH ist Geschäftsführer der Li.plus GmbH und verantwortet das Marketing.

Korbinian Schmidt ist Mechatroniker für Automatisierungstechnik und staatl. gepr. Techniker für Maschinenbau. Er entwickelt und baut seit mehreren Jahren Spezialgeräte zur Vermessung von Batteriespeichern, verantwortet drei Messlabore und besitzt alle relevanten Hochvolt-Schulungen. KS übernimmt den Aufbau der Batterieprüfstände und Prototypen sowie die Konstruktion und Fertigung.

Max Horsche M.Sc. verfügt über eine Ausbildung zum Mechatroniker für Anlagentechnik, ein Studium der Energie- und Automatisierungstechnik und Berufserfahrung in der Fertigungsindustrie. Seine Dissertation beschäftigt sich mit der Zustandsbestimmung von Batteriesystemen. MH leitet die Entwicklung der Datenerfassungs-Elektronik und unterstützt die Inbetriebnahme beim Kunden.

CONTACT

Li.plus GmbH
Erzgießereistr. 1
80335 München

Tel: +49 89 960 53716

Amtsgericht München
HRB: 229010

Geschäftsführer:
Dr.-Ing. Christian Huber

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